Krach um Jolanthe
Die Heimatbühne Palling spielt das Stück "Krach um Jolante"
Premierenbericht
Stürmischen Applaus erntete die Heimatbühne Palling bei ihrer Premiere zum Stück „Krach um Jolanthe“. Die Zuschauer im Saal beim Michlwirt wurden bestens unterhalten und dankten dies den Spielern mit lauten Lachern und tosendem Applaus. Das Stück von August Hinrichs (DREI-MASKEN-VERLAG) wurde inszeniert von Spielleiterin Heidi Jung, die wieder einmal bewies, jeden einzelnen Schauspieler bestens auf seine Rolle einstellen zu können. Diese waren passend besetzt und jeder der Akteure ging merklich sehr in seinem Charakter auf.
Nebem dem Bauer Sterf, hervorragend dargeboten von Gerhard Huber und seiner Tochter Anni (überzeugend gespielt von Julia Mörtl), glänzten vor allem Christian Berreiter als Wachtmeister und Josef Jahner als Lehrer in ihren Rollen, deren Charaktere das Publikum sehr erheiterten. Aber
auch die anderen Rollen trugen sehr zum Gelingen bei und so griff in einer rundum gelungenen Darbietung ein Rädchen ins andere. Auffallend ist, dass es der Heimatbühne um den Nachwuchs nicht bange sein muss, auch die jüngeren Schauspieler spielten sehr überzeugend.
Darüber hinaus unterstützten Gerold Jung, sowie Fabian und Josef Gröbner, die Beleuchtung und Technik fest im Griff hatten, sowie Traudi Huber, Fine Oberlechner, Christa Märkl und Conny Hartl, die für Maske und die passenden Frisuren zuständig sind. Das liebevolle und sehr gut in die Zeit passende Bühnenbild wurde gestaltet von Traudi Huber und Julia Mörtl. Als Souffleuse stand Barbara Jahner (im Wechsel mit Heidi Jung) bereit, die Gesamtleitung hat der Vorsitzende Christian Berreiter.
Zu der Handlung
der reiche Bauer Sterf führt – kritisch beäugt von Tochter Anni – einen Kleinkrieg gegen das Finanzamt, möchte er doch auf keinen Fall seine Steuern bezahlen. Dazu benötigt er die Schreibkünste des Lehrers, der den Schriftverkehr mit den Behörden führt. Letztendlich wird allerdings als Ausgleich zu den Steuerschulden die Sau „Jolanthe“ von der staatlichen Obrigkeit gepfändet und soll versteigert werden. Nachdem aber das Dorf zusammenhält und keiner auch nur einen Pfennig für Jolanthe bietet, bleibt dem Wachtmeister nichts anderes übrig, als diese etwas unbeholfen abzuführen und im Spritzenhaus der Feuerwehr einzusperren. Jedoch verschwindet die Sau aus diesem auf unerklärliche Weise. Anstrengende Ermittlungsarbeit wartet nun auf den Wachtmeister, dem die Recherche von den Dorfbewohnern nicht gerade leicht gemacht wird.
Etwas abgelenkt von der Geschichte um die Sau ist Jungbauer Gustl Heindl (treffend dargeboten von Josef Irlacher). Unterstützt er zum einen die Pläne des Bauern Sterf, hat er zum anderen auch noch ein Auge auf Anni geworfen. Dabei ist er aber nicht der einzige im Dorf.
Der Bauern-Klüngel wird komplettiert durch die Nachbarn Hias (Herbert Brandl jun.) und Toni (Colin Jung, teilt sich die Rolle mit Jonas Schönliner), die zusammen mit Gustl dem Bauern Sterf stets zur Seite stehen. Rund wird das Chaos am Hof durch die Magd Sophie (Debütantin Maria Schönliner, teilt sich die Rolle mit Isabella Aman) und den Knecht Sepp (Korbinian Huber), die mit ihrer etwas naiven, aber immer forschen Art die Turbulenzen stets am Laufen halten. Zum Erfolg der Premiere
trugen ebenfalls Fabian Gröbner (bei seinem Bühnendebut als Postbote) und Josef Gröbner (teilt sich den Auftritt mit Gerold Jung), der im Hintergrund den Versteigerer gab, bei.
Bildergalerie
Plakat mit den Spielterminen




