Die drei Dorfheiligen

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Premierenbericht Heimatbühne Palling „Die drei Dorfheiligen"


Bestens unterhalten wurde das Publikum beim Michlwirt in der Premierenvorstellung der Heimatbühne Palling. Mit dem ländlichen Schwank „Die drei Dorfheiligen" aus der Feder von Max Neal und Max Ferner ist der Theatergruppe um Spielleiter Toni Winkler wieder eine rundum erfreuliche Einstudierung gelungen.
Das Stück spielt in den frühen fünfziger Jahren im oberbayerischen Scheibling, wo Bürgermeister Hilgermoser (Christian Berreiter) einiges zu verkraften hat. Es droht nämlich eine für ihn äußerst peinliche Sache aufzufliegen, die zwar schon lange Zeit zurückliegt. Irgendwie scheinen auch die Gemeinderäte, der Landmaschinenmechaniker Riedlechner (Toni Winkler) und Bäckermeister Söllbeck (Gerhard Huber), in die ominöse Angelegenheit verwickelt zu sein. Dem gestrengen Pfarrer (Rudi Laar)sollen hierzu sogar schriftliche Beweisstücke vorliegen! Außerdem hat seine unvernünftige Tochter Fanny (Kathi Tasser) mit dem Schullehrer Martin (Anderl Perschl) angebandelt, obwohl der außer einem netten Wesen nichts „hat". Da braucht das gestresste Gemeindeoberhaupt neben der Hilfe des verständnisvollen Hausarztes (Heinz Huber) ein paar kräftige Kerschgeist, um die rechte Taktik zu finden. Seine resolute Ehefrau Urschl (Heidi Jung) ist über die Liebschaft mit dem „Habenichts" genauso bestürzt und sucht deshalb zusammen mit der Gfeilerin (Agnes Gerl) sofort einen passenderen Schwiegersohn, mit dem entsprechenden „Dire-dari". Tatsächlich weiss die geschäftstüchtige Schmuserin drin im Berchtesgadener Land einen gestandenen Hochzeiter. Nämlich den Moser Jakl (Wolfgang Helmberger), einen aufrechten Burschen, der dort zusammen mit seiner vermögenden Mutter Adelheid (Inge Sturm) eine prächtige Almwirtschaft betreibt. „Das wär schon eher was" meint der Hilgermoser, aber sein starrköpfiges Dirndl will von diesem „Bergler" nicht viel wissen. Doch die Mutter ist unnachgiebig: „Und wenn er dir net g'fallt, dann heirat'st ihn aa!" Weil's i a so haben will!"
Gerade als Fanny mit ihrer Freundin Marianne (Julia Huber) die missliche Lage bespricht, meldet die Dienstmagd Vroni (Barbara Gastager), dass Einer da sei „der sich s'Sach' und s'Dirndl anschaun möcht". Um Zeit zu gewinnen, tauschen die beiden Freundinnen schnell die Rollen, und prompt verliebt sich der eingetroffene Ehekandidat Jakl ganz rasch und heftig in die falsche Braut. Das führt natürlich zu einigen Missverständnissen, und weil die dunkle Vergangenheit die Ratsmitglieder bedrohlich einzuholen scheint, kommt es zu Turbulenzen im Haus des Bürgermeisters. Schließlich eröffnet dann ein unscheinbares Päckchen Briefe dem armen Lehrer eine große Chance, die er clever zu nutzen versteht.
Das unterhaltsame Geschehen wurde von der frisch aufspielenden Theatermannschaft glänzend interpretiert. Nicht nur die verzagte Schicksalsgemeinschaft der „drei Dorfheiligen", die bauernstolze Bürgermeisterin und die jungen Liebesleute, sondern auch alle kleineren Rollen waren schauspielerisch überzeugend besetzt. Besonders erfreulich, dass hier mit Wolfgang Helmberger und Barbara Gastager wieder zwei Nachwuchsleute für das Laienspiel neu gewonnen werden konnten. Traudi Huber und Inge Sturm entwarfen und gestalteten geschickt eine schöne und authentische Bühneneinrichtung. Für passende Frisuren und Maske leisteten Fine Oberlechner, Christa Märkl und Traudi Huber wertvolle Arbeit. Die gesamte Technik ist bei Rudi Guggenberger, Rudi Pannier und Christian Berreiter in den besten Händen. Als aufmerksame Souffleuse war wieder Gusti Grafetstetter im Einsatz.
Kartenwünsche für die folgenden Vorstellungen erfüllt gerne Frau Grafetstetter, Rupertistraße 6,
08629/1260, jeweils Mo-Fr. 9 – 17 Uhr.

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